Historie

Es war einmal ...

oben auf dem Königsberg am Waldrand, mit einem Blick bis nach Frankfurt, steht noch immer das leuchtend weiße Jagdhaus. Hier nahm vor über 40 Jahren alles seinen Anfang...
Der erfolgreiche Baufachmann Adam Dreßler, dessen Wurzeln tief in dem elterlichen Hof verwachsen waren, erfüllte sich einen Jugendtraum. Nach und nach hatte er Parzelle um Parzelle erworben, aus denen dann ein Weinberg und das Gestüt wuchsen. Die ersten zehn Pferde waren Lipizzaner, eine kleine Hannoveraner Zucht folgte.
Diese Pferdepassion wurde schon in jungen Jahren von seiner Tochter Christa geteilt. Adam Dreßler gelang es mit viel Passion und Sachverstand in nur wenigen Jahren eine Gestütsanlage zu schaffen, die eine geglückte Verbindung zwischen Schönheit, Natürlichkeit und Zweckmäßigkeit darstellt. In ihrer Großzügigkeit und Harmonie ist sie ein absolutes Schmuckstück unter den modernen Gestüten.

Hörstein und die Trakehnerzucht

Den Anstoß auf Gestüt Hörstein Trakehner zu züchten, gab Dr. Fritz Schilke, den Adam Dreßler zufällig auf einer Zugfahrt zur Hannoveraner Körung traf. Völlig überzeugt und in den Bann gezogen, legte Adam Dreßler den Grundstein für eine der erfolgreichsten Trakehner-Zuchtstätten, die heute von Tochter Christa und ihrem Ehemann Wolfgang Diehm mit Bedacht, viel Liebe und großer Hingabe weitergeführt wird.Im ehemaligen Trakehner Zuchtleiter Dr. Eberhard von Velsen fand man seinerzeit nicht nur einen Berater, sondern auch einen guten Freund

Der erste Hörsteiner Deckhengst hieß Mikado v. Impuls a. d. Mirabell v. Maigraf, es folgte der spätere Stempelhengst Herbststurm v. Komet a. d. Herbstgold v. Totilas.
Zu den hervorzuhebenden Beschälern des Gestütes gehörte der von Herrn Diehm erworbene Hengst Habicht. Habicht war 1970 Sieger in der HLP in Westercelle, 1977 Siegerhengst der Zentralen Hengstschau Schwaiganger, Sieger in der internationalen Military der schweren Klasse in Achselschwang und erreichte außerdem noch zahlreiche Siege und Platzierungen bis Military Klasse S.

Die Deckstation hat sich seither nicht nur in Deutschland, sondern auch im benachbarten Ausland einen guten Namen gemacht. Die DLG-Siegerstute Rastenburg v. Isländer, die Mutter der Hengste Ricardo (v. Index) und Rombinus (v. Karneval), die braune Ulanka v. Rosenberg und die mächtige Siebenbürgerin v. Handelsherr.
Viele Erfolge ließen das junge Gestüt aufblühen und immer mehr in das Rampenlicht treten, bis dann im Jahr 1977 Adam Dreßler plötzlich und unerwartet aus diesem Leben abberufen wurde.
Mit Kontinuität und sicherer Hand wurden seither die Geschicke des Gestüts Hörstein von Christa und Wolfgang Diehm geleitet.

Internationaler Sport

Zusammen mit dem Gestütsleiter Dirk Jörß, dem die Suche nach ausgewähltem Vollblutbesonders am Herzen liegt, wurden jetzt auch Bestrebungen in den internationalen Sport forciert.

Mit den Hengsten Starway, Konvoi und vor allem auch Grand Prix, etablierten sich Hörsteiner Hengste erfolgreich in der Vielseitigkeitsszene.
Zu den überragenden deutschen Vielseitigkeitspferden in Deutschland gehörte bis zu seinem Verkauf in die USA der Habicht-Sohn Windfall, mit dem Ingrid Klimke in der Riege der Weltklasse-Vielseitigkeitsreiter fest etabliert war. Windfall setzt seine Erfolgsserie inzwischen in den USA unter Darren Chiacchia fort.