trakehner schaufel

Fohlenschau

07. Juli 2019

Highlight der jährlichen Zuchtsaison

Das Hörsteiner Fohlenchampionat zählt seit Jahren zu den Highlights der jährlichen Zuchtsaison. Nicht nur durch die Vorstellung der Spitzen-Fohlen ist diese Veranstaltung bekannt. Die besonders herzliche Gastfreundschaft des Hörsteiner-Teams und die vorbildliche Organisation sind Anreiz für viele Züchter und zahlreiche Besucher für eine „Reise“ nach Hörstein.
In diesem Jahr fand das Fohlenchampionat am Sonntag, 07. Juli statt.

Fohlenliste_Stuten_2019

Fohlenliste_Hengste_2019

Speedway überzeugt mit erstem Fohlenjahrgang

„Wir haben einen Marathon hinter uns“, befand Erhard Schulte. Der Trakehner Fachmann hatte am vergangenen Sonntag die Kommentierung der Fohlenschau und Hengstvorführung auf dem Gestüt Hörstein übernommen. „Mit mehr als 60 genannten und mehr als 50 vorgestellten Fohlen war es eine der größten Fohlenschauen der Trakehnerbundeszucht“, wusste Schulte und fügte hinzu: „Und es war auch wirklich eine der eindrucksvollsten“. Vor allem „die vorbildliche Logistik im Ablauf“ beeindruckte den Hippologen.

Alleine neun Fohlen aus dem Premierenjahrgang des Junghengstes Speedway waren auf dem Endring. Schulte schwärmte: „Alle zeigten sehr viel Adel und Geschmeidigkeit. Insgesamt ein sehr gleichmäßiges Bild hervorragender Vererbung“. So war es denn auch kein Wunder, dass seine Nachkommen die vordersten Plätze besetzten. Bei den Stutfohlen gestütseigener Hengste setzte sich die beeindruckende Tochter des Speedways aus der Harameyda von Hancock durch. Das Stutfohlen stammt aus der Zucht von Hans-Manfred Lessenich aus Bad Breising. Reservesiegerin wurde ebenfalls eine Tochter des Speedways. Sie stammt aus der Time at Time xx von Alwuhush xx und wurde von Martina Hölzel aus Babenhausen gezüchtet.

Auch bei den Hengstfohlen gestütseigener Hengste siegte ein beeindruckender Sohn des Speedways aus der Keep it up von E.H. Benz. Der Hengst aus der Zucht von Daniela Preuß aus Ennepetal setzte sich trotz seines jungen Alters von fünf Wochen an die Spitze. Reservesieger wurde der noble Sohn des Touch my Hearts aus der bewährten Noblesse von Goldschmidt. Auch er kommt aus der Zucht von Martina Hölzel, die somit an diesem Tag schon den zweiten Reservesieger stellte. Der Hengst war nur einer der Nachkommen des im vergangenen Jahres in Hörstein aufgestellten Dreivierteblüters, Touch my Heart. Einen „ganz besonders eindrucksvollen Auftritt“, hatten laut Erhard Schulte auch seine Fohlen: „Sie zeigten sich langbeinig, sportlich und dynamisch“.

Bei den Stutfohlen gestütsfremder Hengste siegte eine Dezember Tochter aus der Verona von E.H. Cadeau. Züchter dieses Spitzenfohlens ist Manfred Gellhaar aus Steinau. Sehr zu gefallen wusste auch das zweitplatzierte Stutfohlen, eine Tochter des Kentuckys aus der Prämienstute Veronica von Herbstkönig aus der Zucht von Katharina Heil aus Wiesbaden. Auf dem dritten Platz schaffte es eine Tochter von Freiherr von Stein aus der Ashanti von Hirtentanz. Züchterin dieses Fohlens ist Martina Junkert aus Egelsbach.

Zum Abschluss folgten mit dem letzten Ring noch die Hengstfohlen gestütsfremder Hengste. Hier dominierte ein Sohn des Millenniums aus der Staatsprämien und Prämienstute Ashley von E.H. Cadeau. Züchter dieses Spitzenfohlens ist Bernd Eisenmenger aus Bubenheim. Reservesieger wurde ein Sohn des Saint Cyrs aus der bewährten Prämienstute Under the Moon von Easy Game aus der Zucht von Alexandra Becker aus Zellingen.

Mit Spannung wurden auch die Hengste erwartet. Als Auftakt betrat Fellini den Platz. Mit seiner ständigen Reiterin Sabrina Geßmann zeigte er sich hochkonzentriert und wunderbar durchlässig mit elastischen, schön durch den Körper schwingenden Bewegungen.

Es folgte der junge Prämienhengst Kwahu. Nachdem sich seine Ausbilderin Stefanie Hladik eine Handverletzung zugezogen hatte, konnte er leider nicht unter dem Sattel präsentiert werden. Kwahu wusste sich dennoch im Freilaufen und an der Hand bestens zu präsentieren. Nach den Vorstellungen der bewährten Hengste Tarison, Couracius und E.H. Cadeau folgte mit dem 30-jährigen E.H. Sixtus laut Erhard Schulte eine „ganz besonders rührende Präsentation“. Der Hengst zeigte sich frisch wie eh und je – in diesem Jahr aber an der Hand von Lukas Weber, dem amtierenden Deutschen Meister der Jungzüchter. „Das war ein ganz berührender Moment, als der 25 Jahre junge Mann den alten Starvererber durch die Bahn geleitete“, befand Schulte.

Anschließend hatte Speedway seinen großen Auftritt mit seiner Ausbilderin Kim Pfeiffer. „Er wird wunderbar weiter gefördert und ist auf einem guten Wege“, befand Fachmann Schulte abschließend.

Sieger Hengstfohlen gestütseigener Hengste von Speedway-Benz
Reservesieger Hengstfohlen gestütseigener Hengste von Touch my Heart-Goldschmidt
Siegerin gestütseigener Hengsten von Speedway-Hancock
Reservesiegerin Stuten gestütseigener Hengste von Speedway-Alwuhush
Fellini mit Reiterin Sabrina Geßmann und Erhard Schulte
E.H. Sixtus mit Lukas Weber