trakehner schaufel

Kwahu

*26.04.2016 (170/ 20.5)

v. Millennium-Münchhausen

Farbe: schwarzbraun

Züchter: Ines Eisold, Gestüt am Weiher, Ahrensfelde

Aufzüchter: Hofgut Rosenau, Dreieich

Besitzer: Besitzergemeinschaft Margit Eisner und Wolfgang Diehm

Körung: Sonderkörtermin 12’2018, Prämienhengst

Decktaxe: 800,00 EUR

Prämienhengst, anerkannt für Trakehner


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Kwahu kommt aus der Zucht von Ines Eisold in Ahrensfelde-Mehrow in Brandenburg und war Auktionsspitze auf der Fohlenversteigerung 2016 in Neumünster. Dort wurde er zugeschlagen an das Hofgut Rosenau in Dreieich bei Frankfurt am Main und wuchs als Hengstanwärter in Schäplitz, Sachsen-Anhalt, auf.

Der schwarzbraune Junghengst, der auf der Körung in Neumünster nach der Pflastermusterung wegen eines akuten Hufgeschwürs ausschied, galt schon auf dem Hengstmarkt aufgrund seines Auftritts bei der Vorauswahl und auf dem Dreieck als Prämienfavorit und wurde dieser Einschätzung auch bei einem Sonderkörtermin wieder gerecht. Die Körkommission, bestehend aus Gisela Gunia, Dr. Hans-Peter Karp, August Camp und dem Zuchtleiter Lars Gehrmann, verlieh dem Hengst eine Körprämie, was laut Vorstandsbeschluss seit einigen Jahren auch bei solchen Terminen möglich ist.

Schon nach dem Hengstmarkt hatte Kwahu in die Besitzergemeinschaft Margit Eisner und Wolfgang Diehm gewechselt. Nun ist der 14-Tage-Test geplant, um die Voraussetzung für den Deckeinsatz zu erhalten, der noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Der Zuchtleiter beschreibt den Hengst wie folgt: „Ungemein typstark und ausdrucksvoll aufgemachter Prämienhengst, der sich im geschlossenen Rahmen mit viel Aufmachung und stabiler Oberlinie präsentiert. Dazu gehört ein guter Halsansatz, eine ausgeprägte Sattellage und eine wohlgeformte Hinterhand. Das Fundament ist leicht, die Hufe sind noch zum Körper passend. Der Schritt ist geregelt und raumgreifend. Herausragend ist die Antrittsstärke und die Bewegungsmechanik im Trab und Galopp, sowie das natürliche Bergauf, wobei die Schulterfreiheit aus dem Oberarm spektakulär ist. Durch seinen Körperschluss bleibt das Hinterbein unter dem Schwerpunkt. Auch beim Freispringen bewegt er sich mit Übersicht und Art durch den Körper“.

Während der Hengstpräsentation auf der Frühjahrskörung in Münster-Handorf 2019 stellte Lars Gehrmann den Prämienhengst erneut vor: „Das ist ein außergewöhnlicher Millennium-Sohn, der über Münchhausen auf der Mutterseite eine genetische Idealverbindung in seinem Pedigree trägt.“ Der Zuchtleiter schwärmte weiter: „Diese Grundrittigkeit, diese Leistungsbereitschaft und auch die Bewegungsgüte sind entsprechend beeindruckend.“

Kwahus Mutter Kalinowska von Münchhausen ist eine Tochter der hochdekorierten Kasixta von dem Hörsteiner Elitehengst Sixtus. E.H. Sixtus ist ein typvoller Rappe im idealen Format und mit bester Aufteilung, großlinig konstruiert mit bedeutender Schulter und guter Verbindung. Höchste Bewegungsqualität mit vortrefflicher Aktivität der Hinterhand, eine seltene Begabung am Sprung sowie eine leistungserprobte und fruchtbare Blutführung machen diesen Hengst zu einem hochinteressanten Sportler und Vatertier.

Kwahus Vater ist der Ausnahmehengst Millennium. Im Herbst 2014 gab der zweite Reservesieger seiner Körung ein beeindruckendes Debüt als Hengstvater und stellte sowohl in Neumünster als auch in Vechta (Oldenburger) mit Sir Sansibar und Morricone den Siegerhengst. Im Folgejahr lieferte Millennium mit Helium den ersten Reservesieger der Trakehner Körung, mit Halleluja den zweiten Reservesieger. Sowohl 2016 (His Moment) als auch 2017 lieferte er erneut den Siegerhengst des Trakehner Hengstmarkts. Dazu in 2017 noch einen Prämienhengst in Verden und den westfälischen Prämienhengst Maracaná, der zur bundesweiten Preisspitze avancierte. Auch 2018 verging kaum eine Körung ohne einen gekörten Millennium-Sohn. In Neumünster, Redefin, Marbach und Oldenburg wurden seine Söhne mit einer Prämie bedacht. Inzwischen ist die Anzahl seiner gekörten Söhne auf über 40 angewachsen, was in seinem Alter kein Hengst vor ihm schaffte.

Auch seine Töchter machen von sich reden. In 2015 wurde Heavenly Brown Jahressiegerstute, Tochter Belle Fleur schaffte das im Jahr 2018, nachdem sie bereits Platz zwei im Deutschen Stutenchampionat belegt hatte. Im vergangenen Jahr waren die ältesten Nachkommen sechsjährig und sammelten erste Siege und Platzierungen in Reit- und Dressurpferdeprüfungen bis hin zur Weltmeisterschaft junger Dressurpferde.

Impressionen